Designergy gewinnt Watt d’Or

08.01.2016 12:15
Designergy

Mit Designergy - gegründet von Daniel Lepori - schaffte es neben Grossunternehmen wie Migros und SBB, auch ein Startup beim Umweltpreis Watt d’Or aufs Podest. Das neuartige Dachelement von Designergy vereint Wärmedämmung, Wasserdichtigkeit und Stromerzeugung durch Photovoltaik.

Innovative Schweizer Unternehmen und Hochschulen setzten die Energiezukunft bereits heute erfolgreich und mutig in die Praxis um. Zu Ihren Ehren hat das Bundesamt für Energie im Jahr 2006 den Watt d’Or, das Gütesiegel für Energieexzellenz, geschaffen. Ziel des Watt d'Or ist es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich bekannt zu machen und so Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit zu motivieren, die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken. Der Watt d’Or ist nicht dotiert, es werden keine Preisgelder ausgeschüttet und es wird auf eine Rangierung unter den Siegerprojekten verzichtet.

49 Bewerbungen wurden bis Ende Juli 2015 für den Watt d'Or 2016 eingereicht und von einem Expertenteam evaluiert. Für die Endrunde nominiert wurden schliesslich 24 Beiträge aus denen die Jury unter dem Vorsitz von Jurypräsidentin Pascale Bruderer fünf Siegerprojekte in fünf Kategorien kürte. Darüber hinaus vergab die Jury einen Watt d’Or Sonderpreis „Unternehmensstrategie“.

Unter den Gewinnern ist mit Designergy aus San Vittore im Kanton Graubünden auch ein Startup. Integration ist das Leitmotiv des Unternehmens. Das spiegelt sich nicht nur im Namen des jungen Unternehmens, einem Wortspiel aus Design und Energie. Auch bei ihrem visionären Produkt steht Integration im Zentrum: So wie ein Smartphone die Funktionen von Telefon, Kamera und Computer in sich vereint, so vereint das neuartige Dachelement namens TCR (Triactive Core Roof) drei wesentliche Funktionen: Wärmedämmung, Wasserdichtigkeit und Stromerzeugung durch Photovoltaik. Alles integriert und vorgefertigt in einer Einheit. Der Watt d’Or 2016 in der Kategorie Erneuerbare Energien geht an die Designergy SA für eine Welt-neuheit, die nicht nur durch ihre einfache, rasche Installation, sondern auch durch ihr ansprechen-des Design und durch tiefe Kosten besticht.

Die weiteren Gewinner sind: die Groupe E in Granges-Paccot (FR), die Elektroplan Buchs & Grossen AG und die ElektroLink AG in Frutigen (BE), die SBB AG in Bern (BE), die Swisscom AG in Bern (BE) und die Ernst Basler + Partner aus Zürich (ZH), sowie die Migros (ZH) und die Coop-Gruppe aus Basel (BS). Die Watt d’Or Trophäe – eine riesige Schneekugel – wurde den Gewinner/innen von der prominenten Jury unter Leitung von Jury-Präsidentin und Ständerätin Pascale Bruderer Wyss am 7. Januar 2016 vor hunderten von Vertreterinnen und Vertretern der schweizerischen Energieszene und der Medien im Kongresszentrum Kursaal in Bern überreicht.

Nächster Watt d'Or 2018
Nach zehn intensiven Jahren gönnt sich der Watt d’Or, die Auszeichnung des Bundes für aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich, eine Regenerationspause. 2018 wird er sich mit frischer Kraft zurückmelden.

Um die Zeit bis dahin zur überbrücken, hat das BFE eine Webgalerie für Energieprojekte eingerichtet.

Ob kleines Solardach, grosse energieeffiziente Überbauung, kommunales Energiekonzept, kantonale Energieplanung, Biogasanlage, Holzfernwärmenetz, Elektro- oder Wasserstofftankstellen, Windenergieanlagen, neue Aus- und Weiterbildungslehrgänge oder zukunftsweisenden Gebäudetechnik: In jeder Gemeinde, in jedem Kanton wird die Energiezukunft durch diese Projekte tagtäglich zur Realität. Auf der Web-Galerie wattdor4all.ch erhalten sie ein Schaufenster, in dem die breite Öffentlichkeit dem Wachsen des neuen Energie-Systems Schweiz zusehen und per "Gefällt mir"- Button bewerten kann.

Auf www.wattdor4all.ch anmelden können sich alle Projekte, die ab dem 1. Juli 2015 realisiert wurden.

Anmeldungen für den Watt d'Or 2018 können ab dem 1. Januar 2017 eingereicht werden.

(SK)

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What start-ups must know about the new Swissness regulation

The new Swissness regulation will come into force on 1 January 2017. Read in our articles in German and French what changes and what startups have to consider when they select a company name. 

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