Pionierpreis 2014: Die 3 Finalisten stehen fest

07.03.2014 12:11

Die Finalisten für den Pionierpreis 2014 – vergeben vom Technopark Zürich und der Zürcher Kantonalbank - stehen fest. Die Jury wählte aus über 30 Einreichungen die drei vielversprechendsten Start-ups. AOT, Medyria oder Monolitix: Eine dieser Firmen erhält am 8. April 2014 den mit 98'696.04 Franken – dem 10'000 fachen Wert der Zahl Pi im Quadrat – dotierten Preis, der technologische Innovationen würdigt.

AOT AG verfolgt die Vision von kontaktfreiem Knochenschneiden auf Basis von Laser-, Roboter-, Sensor- und Navigationstechnologien. Damit sollen die traditionellen mechanischen Schneidwerkzeuge durch kalte Laser-Photoablation ersetzt werden. Das erste von AOT entwickelte medizinische Produkt ist das CARLO System (Computers Assisted, Robot-guided Laser Osteotome), das bei komplexen Eingriffen am Schädel die Knochen schneidet. CARLO bietet neben völlig neuen Schnittgeometrien grosse Präzision, schnellere Heilung und erhöhte Sicherheit.

Das Medtech-Start-up Medyria AG entwickelt technische Lösungen für die Katheter-Navigation und für Messungen. Das Ziel von Medyria ist, Katheter-Prozeduren schneller, sicherer und effektiver zu machen. Den Kern bilden ein sensor-basiertes System für die Messung des Blutdurchflusses, der "Flowcath", sowie eine Technologie,  die Blutdurchflussdaten verarbeitet und die Navigation des Katheters, der "Trackcath". Die Kombination dieser beiden Technologien ermöglicht ein Werkzeug, das von Medizinern während minimal-invasiven Eingriffen verwendet wird."

Die Monolitix AG, ein Spin-off der Empa und ETH Zürich, hat ein innovatives Konstruktionsprinzip für chirurgische Handinstrumente entwickelt. Dieses verzichtet komplett auf klassische Lager und Gelenke und stellt eine Lösung für das Problem der Verschleppung von Keimen in Aussicht ist. Damit die Beweglichkeit und Lastübertragungsfähigkeit der Produkte dennoch gewährleistet bleibt, wird die Flexibilität des Materials gezielt genutzt (ähnlich dem Prinzip einer Pinzette). Dieses Konstruktionsprinzip verhindert Spalten, in denen sich Bakterien oder Viren ablagern können. Zudem profitieren die Instrumente von Vorteilen wie Reibungs- und Verschleissfreiheit sowie einem reduzierten Montageaufwand. Die Folgen sind niedrigere Herstellkosten.

Weitere Informationen auf der Webseite des Pionierpreises.

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