28 Millionen US-Dollar für den InsurTech FinanceFox

21.09.2016 08:33

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Financefox Team

Die Resonanz auf Geschäftsmodell und der Geschäftsgang der unabhängigen Serviceplattform für Endkunden und Versicherungsvermittler überzeugen die Investoren: Der deutsch-schweizerische InsurTech sichert sich weitere 28 Mio. US-Dollar am Kapitalmarkt.

Das 2014 in der Schweiz gegründete InsurTech-Unternehmen FinanceFox macht es anders als andere digitale Versicherungsvermittler: Es setzt nicht auf ein reines B2C-Modell, das Broker verdrängen soll, sondern integriert den klassischen Broker in sein Geschäftsmodell. Dieses Geschäftsmodell überzeugt offenbar auch Investoren: FinanceFox erhält erneut Geld vom Kapitalmarkt, konkret: 28 Mio. US-Dollar. Das Investment wird in die Marketingarbeit und in die Weiterentwicklung der Produkte sowie den Vertrieb fliessen. Neue Lead-Investoren sind die internationalen Venture Capital-Firmen Horizons Ventures mit Hauptsitz in Hong Kong und Target Global mit Sitz in San Francisco, Berlin und Moskau.

Yaron Valler, General Partner von Target Global: «FinanceFox hat das Potential zu einem der grössten Anbieter von Versicherungsleistungen Europas zu werden. Es bringt die verschiedenen Marktteilnehmer digital zusammen, was den Markt total umgestalten wird. Wir sind stolz nun Partner dieses einzigartigen Kollaborationsmodells zu sein.» Die bisherigen Investoren Salesforce, IDInvest, Speedinvest, Seedcamp, AngelList und Victory Park Capital sind mit ihren Engagements sehr zufrieden und weiterhin an Bord. FinanceFox agiert in einem boomenden Markt: Die globale Versicherungsindustrie verzeichnet jährlich Prämieneinnahmen von 5 Billionen US-Dollar und ein Vermögen von 15 Billionen US-Dollar. Alleine letztes Jahr wurden 2.6 Milliarden US-Dollar in InsurTechs investiert. Das entspricht einem Zuwachs von 225% im Vergleich zu 2014.

Jahresziel im Frühjahr erreicht
Die Ziele von FinanceFox sind ambitioniert. «Wir wollen FinanceFox als Premium-Anbieter im Segment der InsurTechs etablieren», sagt CEO und Gründer der FinanceFox Holding Julian Teicke. Das Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr. Schon im Frühling hatte Finance-Fox Schweiz sein Jahresziel an Neukunden, Versicherungsnehmern und Brokerpartnern, erreicht. Unterdessen beschäftigt das Startup mehr als 80 Mitarbeiter.

Der Versicherungsmarkt, wie man ihn seit Jahrzehnten kenne, ändere sich gerade fundamental, erklärt Teicke. Versicherungskunden fühlten sich oft verloren und seien unzufrieden mit unübersichtlichen Versicherungsbedingungen, grossen Preisunterschieden für vergleichbare Leistungen sowie komplizierten Schadensmeldungen. Hier will FinanceFox ansetzen: «Bei uns hat jeder Kunde seinen ganz persönlichen Berater, und zwar für alle seine Versicherungen und für alle Kernprozesse der Versicherungswirtschaft. Das schafft Vertrauen – und Übersicht. Bei Endkunden und bei Brokern.» Dabei kann der Kunde all seine Versicherungspolicen in einer App oder Web-Lösung verwalten und auch einfach und schnell Änderungen vornehmen. Und die Broker? «Die können dank neuster Technologie effizienter und kundenfokussierter arbeiten: Sie erhalten mit FinanceFox einen Service, der sich stetig weiterentwickelt und an ihre Bedürfnisse anpasst – wir arbeiten an der perfekten digitalen Lösung für alle Stakeholder», sagt Teicke.

«Innovation durch Kooperation»
«Wir können und wollen nicht auf die etablierten Player am Markt verzichten. Unser Geschäftsmodell baut darauf auf, Disruption als Evolution zu verstehen», sagt Teicke. Auch das Meta-Thema in der Versicherungsbranche, der Verbraucherschutz, wird adressiert, über Foren, Informationsabende bis hin zu Aufklärungsveranstaltungen möchte FinanceFox Anlaufstelle für Versicherungsnehmer, Broker und Versicherungsgesellschaften werden.

«Wir sind mit unserem Produkt gerade erst am Anfang – das langfristige Ziel ist es, gemeinsame neue Wege und Lösungsansätze für alle Involvierten zu identifizieren und zu implementieren. » Die Strategie von FinanceFox sei es, «Innovation durch Kooperation» zu erreichen.

(Press Release)

Bild: Ein Teil des 80-köpfigen FinanceFox-Teams

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